Neue Atom-U-Boote: „Vorteile durch russisches Know-how“

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Die neuen russischen Atom-U-Boote des Projekts Borej sind leise und schwer zu orten, ihre Raketen sind stärker geworden, Radare effizienter. Experten prognostizieren Missionen im Atlantik und im Pazifik und attestieren dem US-Raketenschild wenig Chancen bei einem Konflikt.

Wie Präsident Wladimir Putin in der laufenden Woche bestätigte, sollen acht Atom-U-Boote des Projekts Borej bis 2020 in Dienst gestellt werden. Drei davon tragen voraussichtlich je 16 neuartige Interkontinental-Raketen des Typs Bulawa. Die fünf weiteren Atom-U-Boote sollen je 20 Bulawa-Raketen erhalten.

Die am Montag im nordrussischen Sewerodwinsk auf Kiel gelegte Atom-U-Boot „Knjas Wladimir“ („Fürst Wladimir“) gehört zum modernisierten Projekt Borej-A. Mit ihrer 100-köpfigen Besatzung ist sie in der Lage, in 1.500 Meter Tiefe abzusteigen und eine Geschwindigkeit von mehr als 50 Stundenkilometer zu erreichen. Autonome Missionen von bis zu 90 Tagen sind möglich. In der mitgeführten Rettungskammer gibt es bei Bedarf Platz für die gesamte Besatzung.

Viktor Baranez, Militärexperte der Tageszeitung „Komsomolskaja Prawda“, sagte, beim neuen Atom-U-Boot fänden viele Innovationen Anwendung:

„Russland bastelt seit langem an Systemen, die in der Lage wären, den Gegner in einem Meeresgebiet nach Geräuschen effizienter zu orten. Diese Arbeit war ziemlich erfolgreich: In Sachen Hydroakustik wird das neue Atom-U-Boot wahrscheinlich an eine obere Grenze stoßen. Zweitens soll das U-Boot selbst möglichst wenig Geräusche erzeugen, um nicht geortet zu werden. In dieser Hinsicht hat das Projekt Borej ebenfalls seine Stärken. Es gibt auch weitere Vorteile, die auf modernstes russisches Know-how zurückzuführen sind“.

Mit den neuen Atom-U-Booten bekomme Russland auch mehr seegestützte Langstreckenraketen, so Baranez weiter:

„20 Raketen an Bord sind natürlich besser als 16. Es kommt aber nicht nur auf die Zahl an, sondern auch auf taktisch-technische Daten. Die Reichweite ist beispielsweise sehr wichtig. Die Bulawa-Raketen sind in der Lage, Ziele in 8.000 Kilometer Entfernung zu treffen. Unsere mit Raketen bestückten Atom-U-Boote werden zweifelsohne Missionen im Pazifik und im Atlantik absolvieren“.

Der Militärexperte Anatoli Zyganok betont, es sei sehr wichtig, das jeweilige Atom-U-Boot unauffällig ins vorgegebene Meeresgebiet zu bringen. Dass es bei Bedarf in der Lage sei, eine Rakete aus der Tiefe abzufeuern, beunruhige den angenommenen Gegner.

Laut Experten werden die neuen Atom-U-Boote mit ihren Raketen zur nuklearen Abschreckung wesentlich beitragen. Die neuartigen Interkontinental-Raketen tragen Hyperschall-Sprengköpfe mit komplizierten Flugbahnen. Für solche Waffen sei der geplante Nato-Raketenschild in Europa kaum ein Hindernis, so die Prognose.

 

Quelle: http://german.ruvr.ru/2012_08_01/83649786/

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